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„Konzert“/Einführung
auf der „Naturbühne Klangenberg“, Hauptstr. 87, (Velbert-)Langenberg

Die Natur, die Erde, der Kosmos sind nicht tot – es ist möglich, ins Zwiegespräch mit ihnen zu kommen. Zum Beispiel,
indem wir der Natur mehrere Ständchen spielen und gemeinsam auf ihre Antwort lauschen (erfahrungsgemäß
stören die an der Naturbühne Klangenberg gelegentlich vorüberfahrenden Autos kaum; „wir sind stärker“).
Dann tauschen wir uns darüber aus – dadurch wird das, was sonst zumeist nur unterschwellig verläuft,
ins Bewusstsein gehoben; man bekommt das „Wesen Natur“ und seine Antwort viel deutlicher und konkreter
ins Erlebnis. Technische Geräusche (Motorsäge!), Radiomusik usw. verletzen die Natur ebenso wie herumliegendes
Plastik oder künstliche Radioaktivität – in der STILLE ist jedoch, sobald man anfängt, die Natur als Gegenüber
ernst zu nehmen, ihre Antwort für jeden Menschen hörbar; eine Erfahrung, die schon Viele gemacht haben.
Das wollen wir systematisch üben. Kann die Natur uns im Innersten berühren und heilen,
so können auch wir sie im Innersten berühren und heilen.
Es soll eine Einführung sein. Zunächst werden wir, Olga Kranich und Andreas Delor, aus unserer Improvisations-
und Natur-Erfahrung ein solches Ständchen spielen – das Lauschen und der Austausch findet dann mit allen
Teilnehmern statt. Auf unserem letzten Konzert „Intuitive Musik“ wurde jedoch spontan der Wunsch geäußert:
„Da möchte man eigentlich mitmachen“! Das soll jetzt geschehen. Ein Instrument, das sich besonders zur Zwiesprache
mit der Natur eignet, ist die Lure. Es sind genügend Luren für einen größeren Teilnehmerkreis da;
überhaupt entfalten sie ihre Wirksamkeit umso intensiver, je mehr Luren auf einmal erklingen, kurz: der zweite Teil
wird ein „Einführungskurs ins Lurespiel“ sein, musikalische Vorkenntnisse sind NICHT
erforderlich – anschließend Stille, Lauschen auf die Antwort und gemeinsamer Austausch darüber,
mehrere Male (wenn noch Zeit bleibt, können eventuell auch Klanghölzer oder Gongs zum Einsatz kommen).
Man WIRD ins Erlebnis kommen, so intensiv, wie es sonst kaum je möglich ist – und vernehmen,
wie dringend die Natur momentan die liebevolle Zuwendung und Zwiesprache mit den Menschen BRAUCHT.

Andreas Delor